Der menschengemachte Klimawandel wird zu einem immer drängenderen Problem. Um ihn abzumildern, hat die Europäische Union bereits 2005 den Handel mit Emissionszertifikaten eingeführt. Anstatt den Markt zu beschneiden, wurde dieser damit selbst in einen Agenten des Klimaschutzes verwandelt. Seither obliegt es den Unternehmen, mit ihren Emissionen geschickt zu wirtschaften. Wer sich allerdings lieber auf die eigenen Kernaufgaben konzentrieren möchte, kann das Management der Emissionszertifikate auch an kompetente Dienstleister delegieren. 

Der menschengemachte Klimawandel als zentrale Herausforderung 

Auch wenn die ideologisch oder wirtschaftlich motivierten Leugnungsversuche noch immer nicht verstummt sind, ist die naturwissenschaftliche Forschungslage längst eindeutig. Es gibt den menschengemachten Klimawandel, und er wird zu einem immer größeren Problem. So lagen im Zeitraum seit 2005 zehn der wärmsten je aufgezeichneten Jahre und der mittlere globale Meeresspiegel ist seit 1993 um über acht Zentimeter gestiegen. Zugleich liegen viele der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt auf der Höhe des Meeresspiegels. Das bedeutet, dass gewaltige Fluchtbewegungen von Menschen drohen, deren heutige Wohnorte bald schlicht nicht mehr existieren könnten. Populäre Analysen besagen, der Kapitalismus sei für diese Prozesse verantwortlich. Und tatsächlich wird man ihn von einem Beitrag zur gegenwärtigen Problematik kaum ganz freisprechen können. Andererseits hat die Marktwirtschaft einen gewaltigen Wohlstand hervorgebracht, ohne den heute die Bevölkerung der entwickelten Industrienationen nicht leben wollten.

Eingriff der Politik

Deshalb hat die Politik versucht, die Notwendigkeit des Klimaschutzes mit der Leistungsfähigkeit des Marktes zusammenzubringen. Anstatt die Umwelt, auf die der Mensch angewiesen ist, zu zerstören, sollte der Markt also in den Dienst des Klimaschutzes gestellt werden. Das Steuerungselement, das diese Synthese von Markt und Klimaschutz institutionell leistet, sind die 

Was sind Emissionszertifikate? 

Emissionszertifikate sind offizielle Dokumente, die es bestimmten Unternehmen – primär im Energiesektor und teilweise in der Industrie – erlauben, eine gewisse Menge an Treibhausgasen pro Jahr auszustoßen. Ein Teil dieser Zertifikate wird den betreffenden Unternehmen zugeteilt, die übrigen werden versteigert. Außerdem ist der freie Handel mit Emissionszertifikaten ausdrücklich erwünscht. Anstatt also jedem einzelnen Unternehmen eine starre Vorgabe zur Einsparung zu fordern, hat die Europäische Union einen Marktmechanismus installiert, der zwar insgesamt eine Deckelung der Emissionen sicherstellt, aber dennoch jedem Unternehmen die Möglichkeit einräumt, flexibel, nach Abwägung von Angebot und Nachfrage mit der Situation umzugehen. Damit die gesteckten Klimaschutzziele erreicht werden können, kommen allerdings von Jahr zu Jahr weniger Emissionszertifikate auf den Markt. Wer beispielsweise aufgrund einer Fehlkalkulation, mehr Treibhausgase ausstößt, als von eigenen Emissionszertifikaten gedeckt ist, muss eine Strafe zahlen. Das macht das der Treibhausgase in den betroffenen Bereichen zu einer wichtigen unternehmerischen Aufgabe

Erfolgreiches Wirtschaften mit Emissionszertifikaten 

Wie ist diese Aufgabe effektiv zu bewältigen? Grundsätzlich ist zu entscheiden, ob die Emissionszertifikate zur Minimierung der Kosten gehandelt werden sollten oder ob sich hier sogar eine unerwartete Gewinnerwartung eröffnet. Kostenminimierung bedeutet: Das betreffende Unternehmen wird Emissionszertifikate kaufen müssen. Damit die hiermit verbundenen Ausgaben nicht zu hoch ausfallen, ist es gleichwohl hilfreich, unnötige Emissionen einzusparen. Ferner sollte die richtige Menge an Zertifikaten erworben werden, weil bei ungedeckten Emissionen Strafen entstehen, welche den Preis von Emissionszertifikaten deutlich übersteigen. Sollte ein solches Management der eigenen Treibhausgase von eigenen Kernaufgaben ablenken, kann es problemlos an spezialisierte Dienstleister delegiert werden, die sich um den Handel mit Emissionszertifikaten kümmern. Es ist allerdings auch mehr möglich.  

Überschüssige Zertifikate verkaufen 

Das Einsparen großer Mengen an Treibhausgasen hilft nämlich nicht nur dem Klima. Indem Unternehmen mehr Emissionszertifikate erhalten, als sie selbst benötigen, können sie sogar von der Nachfrage- auf die Angebotsseite wechseln und ihren Überschuss auf dem Markt verkaufen. Zu beachten ist allerdings, dass der hierbei entstehende Gewinn ebenfalls vom Markt und seinen Schwankungen abhängig ist. Weil die Emissionszertifikate ihren Dienst als staatlicher Steuerungsmechanismus marktfreundlich in Warenform tun, entscheidet ihr künftiger Preis über eventuelle Gewinne, die durch die Einsparung von Emissionen generiert werden. 

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