Was vor mittlerweile mehr als fünf Jahrzehnten eingeführt wurde, ist heutzutage kaum mehr aus der Wirtschaft wegzudenken. Die Rede ist vom . Das gilt sowohl für große Mittelständler als auch für kleine und mittlere Unternehmen sowie Gewerbekunden. Was die Unternehmen überzeugt, ist, neben einer hohen Flexibilität bei den Verträgen, auch die geschonte Liquidität und eine stetige technische Erneuerung der Ausrüstung. Somit ist es keine große Überraschung, dass über das Finanzierungsleasing heutzutage mehr als 50 Prozent der Investitionen realisiert werden.

Wie genau funktioniert das Finanzierungsleasing

In den meisten Fällen beginnt alles mit einem persönlichen Wunsch der , wie etwa in Maschinen oder Immobilien. Den Möglichkeiten der Investition mittels Finanzierungsleasing sind keine Grenzen gesetzt. Anschließend lässt man sich durch einen Leasinggeber, wie etwa der Deutschen , das gewünschte Objekt beschaffen und finanzieren. Dieses wird gegen ein Entgelt, das den Wertverlust abdeckt, zur Verfügung gestellt. Falls der Kunde das erwähnte Objekt bereits erworben hat, so kann er dieses ebenfalls im Anschluss über „Sale-and-lease-back“ leasen.

Alle Rahmenbedingungen, wie etwa die Dauer der Nutzung oder die Höhe des Nutzungsentgeltes, sind im Leasingvertrag geregelt, der mit dem Leasinggeber abgeschlossen wird. Diese Verträge können, neben dem Finanzierungsleasing, auch weitere Serviceleistungen, wie unter anderem die Wartung von Maschinen, beinhalten. Der Leasingnehmer nutzt das Objekt über den im Vertrag geregelten Zeitraum und zahlt währenddessen monatliche Raten an den Leasinggeber. Diese können entweder gleichbleibend sein oder sich an den Einnahmen („Pay-as-you-earn“) bzw. der Nutzung („Pay-per-use“) orientieren. Geht die vereinbarte Nutzungsdauer zu Ende, so stehen dem Leasingnehmer einige Optionen zur Auswahl. Zum einen kann das Objekt an den Leasingnehmer zurückgegeben werden, um anschließend ein technisch Neueres zu leasen. Zum anderen kann das Objekt geleast oder zum Restwert erworben und danach weiterhin genutzt werden.

Die Vorteile vom „Pay-per-use“-Finanzierungsleasing

Mit dieser Variante lässt sich das Finanzierungsleasing noch individueller auf die persönlichen Wünsche und Vorstellungen des Leasingnehmers anpassen. Durch das „Pay-per-use“-Finanzierungsleasing sinkt der Kapitaleinsatz, die Flexibilität hingegen steigt. Dieses Verfahren des Finanzerungsleasings stellt die Weiterentwicklung des klassischen Modells dar. Der größte Vorteil ist, dass nicht mehr zuvor festgelegte Raten betrachtet werden, sondern lediglich die gemessene Nutzung des Objektes in Rechnung gestellt wird. Einfach gesagt bedeutet das eine höhere Rate bei einer hohen Nutzung von beispielsweise einer Maschine, bei einer geringen Nutzung wiederum eine niedrigere Rate. Somit ist dieses Modell auf die individuelle wirtschaftliche Situation des Leasingnehmers abgestimmt und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten. Leasing mittels Pay per Use gewinnt daher zunehmend an Attraktivität, zum Beispiel bei der Beschaffung im Maschinenbau.

Ein Beispiel von erfolgreichem Leasing: Der ÖPNV

Für zahlreiche Kommunen und Kreise kann der eigenständige Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs ohne Vergabe an externe Dienstleister ein Konzept für nachhaltige und umweltschonende Mobilität sein. Es werden nicht nur viele Verkehrswege durch Busverbindungen entlastet, auch der Schadstoffausstoß geht bei einer Fahrt mit dem Bus im Vergleich zu einer Fahrt mit dem Pkw deutlich zurück. Es ist also das Ziel, ein gut ausgebautes, nachhaltiges und umweltfreundliches Nahverkehrsnetz aufzubauen. Dies leistet aktiv ein Beitrag zum Aufhalten des Klimawandels. Allerdings muss dieses Vorhaben auch aus ökonomischer Sicht realisierbar sein. Hierfür eignet sich das Finanzierungsleasing besonders gut, da so gleichzeitig die Liquidität gewährleistet ist und die Erreichung strategischer Ziele in kürzerer Zeit möglich ist. Zudem zeichnet sich diese Variante durch eine erhöhte Flexibilität aus und gewährleistet so eine zuverlässige Mobilität für die Bewohnerinnen und Bewohner. Doch nicht nur im ÖPNV-Sektor, auch in anderen Bereichen ist effektives Finanzierungsleasing möglich.

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